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Stellplatz-Ausstattung
Die Tücken der Technik
Einen Reisemobil-Stellplatz anzulegen, scheint Laien gelegentlich ein Kinderspiel zu sein ? wären da nicht all die Probleme im Detail: Ob naturbelassene Wiesenfläche, asphaltierter Untergrund oder wassergebundene Decke, mit oder ohne Strom, Schranke und Sanitäranlagen ? die Ausstattung ist so vielfältig wie die Stellplatzlandschaft.

Altenhof: Naturbelassenes Wiesengelände neben dem Gasthof ?Grüner Jäger".

Grundlegend für den Stellplatz ist ? im wahrsten Sinne des Wortes ? die richtige Wahl des Untergrunds. So einladend eine naturbelassene Wiese optisch auch wirken mag, wenn sie einem starken Regen nicht gewachsen ist, sondern sich sogleich in einen weichen, seifigen Untergrund verwandelt, wird der Stellplatzbetreiber bei längeren Schlechtwetterperioden nur wenig Freude an seinem Stellplatz haben. Für Reisemobilisten, die sich hier festfahren, gilt das natürlich genauso. Für den Ganzjahresbetrieb ist ein solcher Stellplatz damit nur eingeschränkt zu empfehlen.

Schloss Holte-Stukenbrock: Mit Erdgitter befestigter Stellplatz der Firma Froli.
Was also tun? Bei der Beschaffenheit des Platzes ist auf einen ebenen und festen Untergrund zu achten. Reisemobile erreichen nicht selten eine Gesamtgewicht von vier Tonnen, größere Mobile nicht selten deutlich mehr. Für die Befestigung gibt es eine Vielzahl von Lösungen: Asphalt, Pflaster, Rasengittersteine, Rasenschotter, Schotter, Kunststoffgitter mit Rasenanteil. Die Auswahl hängt hier letztlich von Umfeld und Charakter des jeweiligen Stellplatzes ab.

Ebenso wichtig: der ebene Untergrund. Im Unterschied zu Wohnwagen lässt sich bei Reisemobilen ein extremes Gefälle durch Keile nicht mehr vollständig ausgleichen. Bei Hanggrundstücken empfiehlt sich daher eine Terrassierung des Stellplatzes.

Bad Königshofen: Ganzjahres-Stellplatz mit Pflaster und Rasengittersteinen.
Bei modernen Reisemobilhäfen ist immer öfter eine Parzellierung zu finden. In diesen Fällen hat sich am Markt eine Dimension von zehn Metern in der Länge und fünf Metern in der Breite durchgesetzt. Allerdings gehen einige private Stellplatzbetreiber mit ihren Angeboten schon darüber hinaus. Grundsätzlich empfiehlt es sich, etwa zehn Prozent der Stellplatz-Kapazität für Mobile mit mehr als zehn Metern Länge beziehungsweise für die immer öfter zu beobachtenden Reisemobile mit Pkw-Trailer einzurichten.

Die technische Ausstattung eines modernen, aber noch nicht ausgesprochen komfortablen Stellplatzes setzt sich im wesentlichen aus drei Faktoren zusammen:

  • Ent- und Versorgungseinrichtungen: Entsprechende Säulen mit frei zugänglichen oder münzgesteuerten Ausgussmöglichkeiten für Cassettentoiletten und Brauchwassertanks sowie Frischwasseranschluss haben sich am Markt durchgesetzt.
    Eich: Gekiester, sternförmig angelegter Stellplatz am Eicher See.
    Einige Stellplätze besitzen auch selbst konstruierte Lösungen, die aber im Gegensatz zu den Anlagen des Handels nicht immer winterfest sind. Zudem genügen selbst konstruierte Anlagen und einfache Bodeneinlässse oft nicht den hygienischen Mindestanforderungen, was der sozialen Akzeptanz eines Stellplatzes in der Öffentlichkeit nicht zuträglich sein dürfte. Die Betreiber älterer Stellplätze verweisen auch gern auf öffentliche Kläranlagen, die aber zwei entscheidende Nachteil haben ? die Entfernung zum eigentlichen Übernachtungsplatz und eingeschränkte Öffnungszeiten am Wochenende.

  • Stromanschlüsse: Auch hierfür gibt es bei den einschlägigen Firmen Stromsäulen, die mit Münzen bzw. Wertmarken betrieben werden.

  • Müllcontainer/Papierkörbe.

    Details zu diesen und weiteren Ausstattungsmerkmalen stehen in den folgenden Menüpunkten.